Ziel der Körperarbeit ist, das Bewusstsein des (Musik-) Schülers einerseits in Bezug auf den
Körper zu stärken, andererseits dadurch auch das Bewusstsein der eigenen Persönlichkeit zu fördern.
Seelische Blockaden bleiben buchstäblich manchmal in den Muskeln stecken, führen zu Verspannungen, zu häufig ungesunden automatisierten Bewegungen, die dem natürlichen Entfaltungs- und Bewegungsdrang im Wege stehen und sind sowohl Ursache wie auch Folge von Stresssituationen. In allen Tätigkeiten und Berufen wirkt sich ungesunder Stress (Distress) und dessen körperliche und seelische Folgeschäden negativ auf die Leistung und Arbeit des Menschen aus.
Auch im Bereich der Musik sollten wir übermäßigen Druck und Erfolgszwang vermeiden, da wir uns sonst die natürliche Entfaltung und die heilende Wirkung der Musik versagen.
Körperarbeit soll helfen, das Gleichgewicht auf physischer Ebene wiederherzustellen, Verspannungen, die durch die Beschäftigung am und mit dem Musikinstrument entstehen, entgegenzuwirken
und ein gesundes Spannungsverhältnis herzustellen. Man darf nicht übersehen, das das Musizieren oft ein Höchstmaß an „sportlicher“ Betätigung verlangt, bei der das Muskelzusammenspiel auf einer sehr feinen Ebene stattfindet und Muskeln beansprucht werden, die man im Alltag wenig oder gar nicht benutzt.
Tagtigall bietet deshalb Musizierenden, Schülern aber auch jedem anderen Interessierten, verschiedene Techniken der Körperarbeit an, die ausschließlich von erfahrenen und ausgebildeten Körperlehrern gelehrt werden.