Methodik

Der Schüler wird Lehrer

Ziel unseres Unterrichts ist es, den Schüler zu einem selbstständig lernenden und musizierenden  Individuum zu motivieren, in dem er sich als Tagtigall Musikschule Methodenganzheitlicher Mensch erfahren lernt, Musik als eines der großartigsten und heilsamsten Phänomene der Natur erlebt und sich dadurch selbst wie auch anderen Freude und Liebe bereiten kann. Er soll über das Schülerdasein hinauswachsen und selbst zu einem Lehrer vor allem seiner eigenen Persönlichkeit werden. Er soll lernen, wie man lernt, wie man seine eigene Musikalität, seine individuelle Musik entdeckt, nicht wie man vorgefertigte Meinungen und Ansichten reproduziert und dadurch lediglich zu einem funktionierendem Musikausübendem, einem Notenreproduzierendem erzogen wird.

(Musikalische) Blockaden

Viele Schüler verlieren durch zu dogmatischen, unflexiblen Unterricht die Lust am Musizieren und bedauern in späteren Jahren sehr, dass ihnen Musik auf so unleidliche Weise nahe gebracht wurde. Statt Blockaden abzubauen und die Natürlichkeit des Menschen zu entfalten wurden nur noch mehr Blockaden hinzugefügt.

Daher geht es vor allem erst einmal darum, Blockaden freizulegen, wenn nötig, zu erkennen und die Hindernisse des Geistes aus dem Weg zu räumen, Gedanken wie: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich kann nicht singen“, „Andere sind besser“, „Ich hatte immer eine 5 in Musik“, usw.

Es ist nicht unbedingt notwendig zu wissen, wie diese Blockaden entstanden sind, in einzelnen Fällen kann es jedoch hilfreich sein, zu wissen, dass wir alle auf Blockaden beim Musizierendie eine oder andere Weise unbewusst zu einer bestimmten Denkweise konditioniert wurden und werden. Das kann im Elternhaus passieren („Mach doch kein solchen Lärm!“, „Musik ist eine brotlose Kunst“, „Du singst total schief“, etc.), in der Schule (durch das Benotungssystem und einem viel zu akademischen und theoretischen Lehrplan), im Freundeskreis, durch die Medien, durch immer billiger produzierte Musik, durch das Fehlen geeigneter Vorbilder, durch die häufig schlechte Klangqualität von Handys, Mp3-Playern, und vielen weiteren Ursachen.

Wie auch immer die Blockaden entstanden sein mögen, Tatsache ist, dass sie der natürlichen Entfaltung des Schülers im Wege stehen. Daher ist es wichtig, dem Schüler den Zugang zu seiner Kraft, zu seinen Fähigkeiten und seiner Natürlichkeit wieder zu ermöglichen. Wir möchten hier noch einmal betonen, wie belebend, wie machtvoll, wie heilsam Musik für den Menschen ist, wenn sie frei fließen kann, frei ausgeübt werden kann.

Unterrichtsmethoden

Hier nun eine einzige Methode anzuführen, würde diese Philosophie ad absurdum führen, denn so viele Menschen es gibt, so viele Methoden müssen entwickelt werden. Ein jeder Schüler sollte individuell unterrichtet und geführt werden, damit das Ziel einzigartig bleibt.
Ein gemeinsamer Nenner ist jedoch immer die Führung in Liebe, die in dem Schüler den Menschen sieht, dem das Potential zur Entfaltung seiner Gefühle und Sehnsüchte, seiner Individueller MusikunterrichtKräfte und seiner eigenen Liebe innewohnt.
Das Kriterium der Musik ist daher nicht, wie schnell, wie virtuos, wie fehlerfrei, etc. etwas musiziert wird, sondern wie viel persönliche Liebe in dem Klang ertönt, wie ungeniert und unblockiert spricht die Seele des Musizierenden durch das Instrument, bzw. die Stimme.
Und dieses Kriterium ist für alle Menschen gleich, egal ob Amateur-, Hobby- oder Profimusiker.

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